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Tageslosung von Dienstag, 02. Juni 2020
Mein Herz ist fröhlich in dem HERRN.
Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude.

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Auch was man nicht sieht, kann wahr sein (nach Johannes 20, 24-31)


Thomas, einer der 12 Jünger, der auch Zwilling genannt wurde,
war nicht dabei, als Jesus nach seiner Auferstehung sich seinen
Freunden zeigte. Voll Begeisterung und Freude erzählten die
Jünger dem Thomas: „Wir haben den Herrn gesehen! Wir sind
Jesus begegnet! Jesus lebt!“ Aber Thomas konnte das nicht
glauben. Das konnte doch nicht sein. Wenn jemand tot ist, dann ist
er tot. Und er sagte zu seinen Freunden: „Das glaube ich erst,
wenn ich die Wunden an seinen Händen gesehen habe. Mit
meinen Fingern will ich sie fühlen, und meine Hand will ich in die
Wunde an seiner Seite legen. Eher werde ich es nicht glauben.“
Acht Tage später waren die Jünger wieder zusammen. Diesmal
war auch Thomas bei ihnen. Obwohl die Türen abgeschlossen
waren, stand Jesus auf einmal in ihrer Mitte. Jesus grüßte sie und
sprach: „Friede sei mit euch!“ Und dann sah er Thomas an. „Lege
deinen Finger auf meine durchbohrten Hände! Und gib mir deine
Hand und lege sie in die Wunde an meiner Seite! Thomas, zweifle
nicht länger, sondern glaube!“ Thomas, wusste gar nicht, was er
sagen sollte. Er konnte nur bekennen: „Mein Herr und mein Gott!“
Jesus aber sagte zu Thomas: „Thomas, du glaubst, weil du mich
gesehen hast. Wie glücklich, wie selig können erst die sein, die
nicht sehen und trotzdem glauben.“

Zum Nachdenken:

- Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Thomas hat den Anschluss
verpasst. Seine Freunde haben ihm eine wichtige Erfahrung mit Jesus
voraus. Ist es da verwunderlich, dass Thomas zweifelt? Sind wir nicht
ähnlich kritisch und skeptisch, wenn andere uns von besonderen
Glaubenserlebnissen erzählen?

- Thomas zweifelt. Zweifel sind erlaubt. Auch Zweifler gehören zum
engsten Freundeskreis Jesu. Und Jesus nimmt Zweifler ernst. Er stellt
Thomas nicht bloß. Jesus will erkannt und begriffen werden.

- Den Glauben haben wir nicht in der Tasche wie ein wichtiges
Dokument. Nachfragen, antworten, zweifeln, begreifen, ablehnen, sich
annähern … all das gehört zum Glauben.

- Thomas ist gar kein Ungläubiger, so wie er oft genannt wird. Ein
Ungläubiger zweifelt nicht an Gott. Für ihn gibt es keinen Gott.
Thomas – einer der zu spät kommt, aber das Wichtigste nicht verpasst.


Zweifel
(von Gisela Balttes)
Das möchte ich sehen!
Denkt der Thomas in mir.
Sehen? Hören? Anfassen?
Greifen, um zu begreifen?
Oder glauben?
Das Grab ist leer.
ER lebt,
bezeugen seine Freunde.
ER lebt.
Bis heute glauben wir
diese unglaubliche Botschaft.
Beweise?
Nichts als unser Leben!

Gebet: Jesus, ich glaube, hilf meinem Unglauben. Amen