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Tageslosung von Dienstag, 02. Juni 2020
Mein Herz ist fröhlich in dem HERRN.
Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude.

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Jesus vor Pilatus (nach Matthäus 27, 11-26)

Die Soldaten brachten Jesus zu dem römischen Gouverneur Pilatus. Dieser war der mächtigste Mann im Land. Ohne sein Einverständnis konnten die Hohenpriester Jesus nicht töten.

Pilatus schaute Jesus an und fragte: „Bist du der König der Juden?“

Und Jesus antwortete: „Du sagst es, ich bin es.“

Da fingen die Leute im Gerichtssaal an zu schreien: „Er beleidigt Gott! Er zettelt Aufstände an! Niemals ist er ein König!“ Die Hohenpriester und Anführer des Volkes klagten Jesus an, aber Jesus schwieg. Pilatus ging auf Jesus zu und fragte: „Hörst du nicht, was die Leute sagen? Willst du dich nicht verteidigen?“ Jesus antwortete ihm nicht. Darüber wunderte sich Pilatus. Was, wenn dieser Mann wirklich von Gott ist? Er will nichts mit ihm zu tun haben. Aber was soll er mit den aufgebrachten Menschen machen? Womöglich werden sie einen Aufstand anzetteln. Während Pilatus noch überlegte, kam ein Bote und nahm ihn zur Seite: „Höre, Pilatus“, sagte er leise, „deine Frau träumte heute Nacht von Jesus. Sie lässt dir sagen, dass du dich nicht an ihm vergreifen sollst. Er ist unschuldig.“

Pilatus war ratlos. Doch da kam ihm die rettende Idee. Jedes Jahr zum Passahfest gab er den Israeliten einen Gefangenen frei. Da saß im Gefängnis noch ein Schwerverbrecher, Barrabas hieß er. Ein Mörder. Pilatus fragte die wartenden Menschen: „Wen wollt ihr freihaben, den Mörder Barrabas oder diesen Jesus?“ Doch die Menschenmenge rief: „Barrabas! Lass Barrabas frei! Ans Kreuz mit Jesus!“ Pilatus wusste nicht mehr, was er tun sollte. Er ließ sich eine Schüssel mit Wasser bringen. Er tauchte seine Hände hinein. Dann drehte er sich zu den Leuten um. „Seht alle her. Ich wasche meine Hände in Unschuld. Ich will nichts damit zu tun haben, dass dieser Jesus stirbt. Macht mit ihm, was ihr wollt.“ Da ließ Pilatus Barrabas frei und Jesus ließ er auspeitschen und übergab ihn den Soldaten.

Zum Nachdenken:
„Waschzwang“ von Ludwig Burgdörfer (gekürzt)
Wer macht sich schon gerne die Hände schmutzig?
Auch und gerade wenn er seine Hände im Spiel gehabt hat.
Hand drauf: damit hab ich nichts zu tun!
Hand auf`s Herz: dafür kann ich nichts!
Das hab ich nicht in der Hand gehabt.
Das ist nicht meine Schuld!
Ich wasche meine Hände in Unschuld!
So lange, bis ich super sauber sicher bin,
so lange wird eingeseift.
Hygiene ist wichtig! Immer schön sauber bleiben!
Ordnung und Sauberkeit – darauf kommt es an.
Und: Für alle, die was handhaben,
ist Händewaschen unverzichtbar!
Das schützt die Gesundheit nicht nur in Zeiten von Corona.
Und damit wären wir schon bei Pilatus und seiner Körperpflege:
Mit allen Wassern gewaschen, in der Handhabung der Macht geübt,
regiert er mit ruhiger Hand mehr schlecht als recht,
bis er die Sache mit Jesus regeln soll.
Das kriegt er nicht in den Griff.
Er greift zur Psychohygiene und zur Waschschüssel.
Er demonstriert öffentlich, dass er seine Hände nicht schmutzig machen will.
Pilatus gibt nach und das Volk gibt Ruhe.
So ist es mit der Hygiene bis heute.
Es reichen die Schüsseln gar nicht für alle Schussel, die sich die Hände reiben.
Der Wasserverbrauch ist seit Pilatus stetig gestiegen.
Auch wer so tut, als könnte er kein Wässerchen trüben,
wirklich reinwaschen von aller Schuld kann sich niemand.
Es wird am Ende nur das Blut des Lammes sein, das uns reinwäscht.
Der einzige Waschgang mit wirklich befreiender Wirkung
Und dem Ende aller dunklen Flecken ist der Gang von Jesus ans Kreuz.
 
Gebet: Jesus, du Lamm Gottes, vergib mir meine Schuld. Amen